Die Tübinger Molkerei wird bald in Bodelshausen wieder auferstehen. Vier Landwirte wagen es, eine eigene Molkerei aufzubauen. Sie soll das Tübingen Milchwerk ersetzen, das aufgrund von Rationalisierungsmaßnahmen von der Molkerei Allgäuland Käsereien im Dezember 2009 geschlossen wurde. Spätestens Anfang 2011 wird regionale Bio-Milch auf dem Birkenhof in Bodelshausen abgefüllt. Für etwa 800.000 Euro wollen die Landwirte auf dem Birkenhof eine Milchverarbeitung aufbauen, sofern die Kundschaft aus der Region sie dabei finanziell unterstützt.
Lesen Sie mehr:
Bericht im Schwäbischen Tagblatt,
Flyer zum Tübinger Bio-Bauernmilch Projekt, » Presse Info
Werden Sie Partner an unserem Tübinger Bio-Bauernmilch Projekt! Hierzu erwerben Sie Genussrechte und tragen damit wesentlich zum Aufbau unserer Molkerei bei.
Maschinenbeteiligung ab 500 Euro
Ab 500 € können Sie bei unserer Hofmolkerei in Bodelshausen einsteigen. Sie erwerben "Genussrechte" in Höhe von jeweils 500 Euro und beteiligen sich so an der Finanzierung der anzuschaffenden Maschinen. Sie sind dann Geschäftspartner/in der in Bauernhand befindlichen Tübinger Bio-Bauernmilch GmbH. Für Ihre Einlage erhalten Sie 3 % Rendite, die Sie auch in Form von Milch als "Milchzins" beziehen können. Steigen Sie beispielsweise mit 2.000 € (4 * 500 €) ein, bekommen Sie ziemlich genau jede Woche einen Liter frische Tübinger Bio-Bauernmilch.
Gebäudebeteiligung ab 5.000 Euro
Mit höheren Einlagen ab 5.000 € können Sie unser Projekt direkt unterstützen. In diesem Falle erwerben Sie Genussrechte an der Landwirtschaft Thomas Schäfer, die das Gebäude für unsere Molkerei auf ihrem Hof erstellt und mit einer günstigen Pacht zur Verfügung stellt. Der Zins für diese Genussrechte beträgt 4 %. Die Laufzeit der Genussrechte beträgt 7 Jahre, die Genussrechte sind in dieser Zeit nicht kündbar, aber jederzeit übertragbar.
Kapitalertragssteuer in Höhe von 25 % und Solidaritätszuschlag müssen wir von den Zinsen einbehalten und an das Finanzamt abführen. Sie erhalten jedoch einen Nachweis hierüber und können sich die Zinsen ggf. bei Ihrer Einkommensteuer ganz oder teilweise erstatten lassen.
Die endgültige Zeichnung der Genussrechte ist am Dienstag, 29. Juni 2010 auf dem Birkenhof in Bodelshausen möglich. Wenn Sie uns Ihre Kontaktdaten schon jetzt zukommen lassen (
Formular Bürgerbeteiligung "Unsere kleine Molkerei"), bekommen Sie die Unterlagen und Informationen zu den rechtlichen Details der Genussrechte-Zeichnung vorab zugeschickt. So können Sie sich in aller Ruhe informieren und bei Bedarf noch offene Fragen auf dem Birkenhof mit uns besprechen. Ab 19:00 Uhr besichtigen wir den Hof und die Molkerei. Im Anschluss daran erfolgen ab 20:00 Uhr die Klärung noch offener Punkte und die Zeichnung der vorbereiteten Genussrechte. Zum Ausklang ist eine "Milchverköstigung" geplant.
Eine Zeichnung ist natürlich auch ohne Hofbesuch möglich. Schicken oder faxen Sie das Formular Bürgerbeteiligung "Unsere kleine Molkerei" mit Ihren Angaben an:
Bioland Landesverband Baden-Württemberg
Matthias Strobl
Geschäftsführer
Schelztorstraße 49, 73728 Esslingen
Tel.: 0711/550939-45
Fax: 0711/550939-50
E-mail: matthias.strobl -at- bioland.de
Betreff: Unsere Kleine Molkerei
Bioland unterstützt Zukunft Säen 2010. Bei dieser Mitmach-Aktion säen Biolandwirte im Herbst gemeinsam mit Jung und Alt Getreide auf dem Feld aus. Das gemeinsame Säen ist ein nachhaltiges Erlebnis und gleichzeitig eine politische Manifestation gegen Gentechnik nach dem Motto "wir säen, was wir in Zukunft essen wollen".
Das Saatgut stammt vor allem von Peter Kunz. Dieser Schweizer biologisch-dynamische Pflanzenzüchter, dessen Sorten über die Bioland-Handelsgesellschaft vertrieben werden, hat die Aktion mit ins Leben gerufen: "Hybridsorten aus dem Labor, die mit Verfahren aus der Gentechnologie manipuliert und bewusst unfruchtbar gemacht werden, gehören wenigen großen Konzernen. Sie werden auf größtmöglichen Ertrag und die Erfordernisse des konventionellen Anbaus ausgerichtet. Das passt nicht zur biologischen Wirtschaftsweise. Deshalb selektieren wir über viele Jahre Sorten, die eine hohe Ernährungsqualität garantieren, gut bekömmlich sind und auch in der Verarbeitung beim Bäcker bestehen."
Impressionen von Zukunft Säen unter www.avenirsem.ch
Weitere Infos und die Zukunft-Säen-Termine der Bioland-Betriebe folgen in Kürze
Jetzt wo es sonniger und wärmer geworden ist sind Deutschlands Bio-Erdbeeren wirklich lecker, verführerisch rot und aromatisch. Bei Bioland garantiert ohne Pestizid-Rückstände. Bis zum Juli gibt es frische Bioland-Beeren in Hofläden, auf Wochenmärkten und auf Feldern zum Selbstpflücken. Je direkter der Einkauf, um so weniger wichtig sind Sorteneigenschaften, die Aussehen und Haltbarkeit betreffen, und umso mehr steht der Geschmack im Vordergrund. Also auf geht es zum nächsten Erdbeerbauern » Erbeer-Adressen | » Presse Info
Auf dem Bioland Partner Kongress am 11. Mai im Bio-Seehotel Zeulenroda wurde drei Bioland-Metzgereien aus Baden-Württemberg für die hervorragende Qualität ihrer Wurstwaren geehrt. Bioland-Präsident Thomas Dosch überreichte den Betriebsleitern Horst Bühler, Josef Fauser und Franz-Josef Schojohann die Urkunden. Die Bioland-Metzgereien hatten im März an einer freiwilligen Prüfung zur Qualität von Bioland-Wurstwaren teilgenommen. Hierbei überprüfte eine Jury von drei Sachverständigen der Kulmbacher Fleischermeisterschule die Wurstprodukte auf Aussehen, Farbe, Konsistenz, Geruch, Individualität und Geschmack. » mehr unter Verarbeiter/Aktionen
Mai bis Oktober 2010
Bio ist eine prima Alternative. Wo und wie in ihrer Nähe Bioprodukte entstehen, erfahren Verbraucher beim Öko-Sommer 2010. Von Mai bis Oktober finden im ganzen Land jede Menge Aktionen rund um das Thema "Bio" statt: vom klassischen Hoffest, über "kuhle" Aktionen für Kinder bis hin zu Kultur auf dem Biohof.
Im ganzen Land laden Bio-Bauern, -Bäcker und -Metzger Familien und Co. dazu ein, regionale Bioprodukte zu probieren und den Biolandbau mit allen Sinnen zu genießen. Das vollständige und laufend aktualisierte Programm steht im Internet unter www.oeko-sommer.de.
Dort können Sie auch am ÖKO-SOMMER-Gewinnspiel teilnehmen. Machen Sie mit und gewinnen Sie attraktive Preise wie eine Übernachtung in einem BIO-Hotel oder im Heuhotel.
Machen Sie Ihre Versanstaltung bekannt: Melden Sie Ihr Bioland-Hoffest oder Ihre Bioland-Veranstaltung direkt über die Öko-Sommer-Homepage » http://www.oeko-sommer.de/service.php oder verwenden Sie das
Anmeldungsfax
Das "Grüne Klassenzimmer" ist auf den Landesgartenschauen in Baden-Württemberg seit vielen Jahren eine feste Einrichtung für Schulklassen. Seit der Landesgartenschau Ostfildern 2002 wird das Projekt, das vom Kultusministerium gefördert wird, von der Förderungsgesellschaft für die Baden-Württembergischen Landesgartenschauen mbH organisiert und personell betreut. Ein "Grünes Klassenzimmer" profitiert vor allem von seiner Naturnähe und dem Unterricht vor Ort. Bioland bietet auch in Villingen-Schwenningen Unterricht zum Ökolandbau an.
Weitere Infos unter » Schule/Live
Was für eine Auswahl - Bioland-Bauer Thomas Hägele aus Bühlertann bei Schwäbisch Hall zieht auf seinem Hof 130 verschiedene Sorten groß. Allein die Namen der Nachtschattengewächse verraten schon viel: So ist "Banana Legs" eine längliche gelbe Sorte mit leicht säuerlichem Geschmack. Die "Zahnradtomate" ist auf Zack wie die gleichnamige Bahn und "Beefsteak" ist selbstredend eine fette Fleischtomate. Echte Originale sind "Fuzzy Wuzzy", eine Buschtomate oder Tigerella, ein gestreiftes Modell. Schnelle Ernten versprechen die dunkle "Black Cherry" und "Matina" mit dem Kartoffel-Laub. Wer seine Nachbarn ausstechen will, pflanzt "Himmelstürmer", die mit bis zu fünf Metern Höhe einfach überragend ist. In punkto Geschmack ist "Ruthje" die Größte. » Weitere Infos
Die pflanzliche Vielfalt von Thomas Hägele ist zu bekommen bei den Ludwigsburger Gartentagen am 1. und 2. Mai, auf dem Süddeutschen Käsemarkt in Wackershofen am 8. und 9. Mai, auf den Wochenmärkten in Obersontheim und Schwäbisch Hall sowie im Hofladen in Bühlertann, Ziegelstraße 8, Tel: 07973-910558.
Mitte bis Ende April gibt es den ersten Bioland-Spargel. Wann genau das edle Gemüse seine zarten Köpfe sprießen lässt, hängt vom Wetter ab. Ist der Boden 12 bis 14 Grad warm, schießen die Spargel aus dem Boden. An warmen Tagen können die Triebe vier bis fünf Zentimeter wachsen. Hier erfahren Sie, wo es in Baden-Württemberg das edle Gemüse frisch vom Bioland-Hof zu kaufen gibt: » Spargel-Adressen
Anders als konventioneller Spargel wächst Bioland-Spargel ohne mineralische Dünger, synthetische Pflanzenschutzmittel und Herbizide heran. Nährstoffe bekommen die Bio-Spargel von Gründüngungspflanzen sowie von Kompost oder Kuhmist. Um Schädlinge wie Spargelkäfer und -fliege im Zaum zu halten, stellen Biobauern Leimfallen auf und fördern Spinnen oder andere Nützlinge durch Einsaat von Kräutern und Blumen sowie verschiedene Kleearten. Damit der Spargel länger frisch bleibt, wird er in den kühlen Morgenstunden geerntet. Guten und frischen Spargel erkennt man daran, dass er glatt und glänzend ist, feuchte Schnittflächen hat und quietscht, wenn man die Stangen aneinander reibt. » Presse-Info
Facettenreiches Programm.
Ein vielfältiges Programm lockte vom 18. bis 20. Januar fast 200 TeilnehmerInnen zur Bioland-Wintertagung und dem Öko-Gemüsebauseminar in die Evangelische Akademie nach Bad Boll. Neben aktuellen Fachinformationen bietet das jährliche große "Bioland-Treffen" im Südwesten Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit Kollegen und für kulinarischen und kulturellen Genuss beim traditionellen Kulturabend.


Den Auftakt machte zunächst Wolfgang Reimer (BMVEL) beim politischen Frühschoppen zur europäischen Agrarpolitik nach 2013. An den zwei folgenden Tagen bot die Tagung fachliche Informationen zu verschiedenen Themen. Beispielsweise zeigt Elisabeth Angenendt von der Universität Hohenheim die weltweiten Auswirkungen des Klimawandels und die Rolle der Landwirtschaft auf und Bioland-Bauer und Energieberater Berthold König verdeutlicht was dies für den einzelnen Betrieb bedeuten wird. Interessant für Milchviehhalter der Bericht von Urs Brändli, der über die Erfahrungen in der Schweiz nach dem Ende der staatlichen Kontingentierung berichtete. Die Schweizer Biomilcherzeuger haben dabei den Anspruch, nicht nur über eine an die Marktnachfrage angepasste Mengensteuerung in Biobauernhand den Preis stabil zu halten, sondern legen einen weiteren Schwerpunkt auf Werbe- und Verkaufsförderaktionen mit Biomilchbauern in Läden, um auch die Nachfrage nach Biomilch anzukurbeln. Wie Ackerbauer die Methode der Biofumigation zur Verbesserung der Bodengesundheit praktisch einsetzen können zeigte Dr. Matthias Daub vom Julius Kühn-Institut zeigt. Fester Bestandteil der Wintertagung ist mittlerweile das Thema Pädagogik.
Neben der Exkursion zum Waldeckhof, wurde dargestellt in welch vielseitiger Weise der Lernort Bauernhof zum Kompetenzerwerb von Kindern/Jugendlichen beitragen kann.
Die Wintertagung bietet zudem Gelegenheit sich in Diskussionsrunden innerverbandlich mit kritischen/schwierigen Themen auseinanderzusetzen. Themen waren Anbindehaltung und die erforderlichen Ausläufe, die Reduzierung bzw. Abschaffung der konventionellen Futtermittel in der Geflügelhaltung sowie der Einsatz von Kupfer und Blauzungenimpfung. Die Diskussionen zeigten, dass es notwendig ist im Verband die Themen zu diskutieren und aufzuklären. Die Zusammenfassung der Diskussion in Bad Boll wird als ein Beitrag an die zuständigen Fachausschüssen weitergeleitet.
Mit der Bioland-Wintertagung bot der Landesverband den Mitgliedern ein facettenreiches Weiterbildungsprogramm. Die vielen Praktikerberichte, die Gespräche mit Kollegen und die geselligen Stunden machten die Tagung wieder einmal zu einer gelungenen Veranstaltung und einem großen "Bioland-Treffen".
Vorträge der Bioland-Wintertagung 2010 können auf Wunsch in der Geschäftsstelle angefordert werden
Sie haben die Anfänge des Bioland-Verbandes persönlich miterlebt und geprägt. Erstmalig wurden die langjährigen Bioland-Mitglieder aus Baden-Württemberg im Rahmen der diesjährigen Landesmitgliederversammlung geehrt. Landesvorsitzender Berthold Weber überreichte den Betrieben, die seit über 30 (teils fast 40) Jahren Mitglied des Verbandes sind, ein Bioland-Hofschild und bedankte sich für ihren Einsatz und ihr Engagement für den Biolandbau. Durch seine langjährige Bioland-Zugehörigkeit konnte Berater Andreas Gruel zu allen Betrieben kleine Anekdoten erzählen und so die Anfänge wieder lebendig machen.
Im Rahmen des Kulturabends erinnerten sich bei einer Fotorückschau Elisabeth Brunner, Georg Deeg und Helmut Gundert an die Bioland-Anfangszeiten u.a. an die Begegnungen mit Dr. Hans Müller auf dem Möschberg, die ersten Bioland-Hofführungen und die erste Geschäftsstelle. Durch die Ehrung, den Rückblick und Gespräche während des Kulturabends wurden viele alte Erinnerungen wach und es zeigte sich welche Entwicklung der Biolandbau in den letzten 40 Jahren genommen hat.

von links: Elisabeth Brunner (seit 1974), Georg und Marianne Deeg (seit 1975), Michael Braun (seit 1977), Andreas Gruel (seit 1976), Wilhelm Rinklin sen. (seit 1971), Frau Schlosser (seit 1973), Rudi Dreher (seit 1977), Karin Krummrein Bruder (seit 1972)
hintere Reihe von links: Joachim Schneider (seit 1973), Anton Müller (seit 1976), Andreas Müller (seit 1979), Robert Hartmann (seit 1976), Helmut Gundert, August Schlosser (seit 1973), Berthold Weber, Jürgen Krummrein Bruder (seit 1972) [zum Vergrößern auf das Bild klicken]
Für Neueinsteiger gibt es z.B. ein Seminar "Wie funktioniert eine Umstellung auf Ökologischen Landbau", Milchviehalter diskutieren "Wie geht das mit dem Auslauf im Anbindebetrieb?" oder erhalten praktische Informationen zur Tiergesundheit und zur Fütterung ohne Kraftfutter, die Schweinehaltung steht mit einem mehrtägigem Seminar und der 9. Internationalen Schweine Tagung im Blickpunkt, Ackerbauer erhalten hilfreiche Tipps beim Striegeltag oder dem Tagesseminar Bodenfruchtbarkeit und Direktvermarkter können in einem Seminar die Grundsätze der betriebswirtschaftlichen Kalkulation kennenlernen. Das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus unserem Winterprogramm in Baden-Württemberg. Werfen Sie einen Blick in die Veranstaltungsübersicht. Von Oktober 2009 bis April 2010 werden über 50 Veranstaltungen zur Weiterbildung im Ökolandbau angeboten. Neben der Vermittlung von fachlichem Wissen bieten die Seminare eine gute Gelegenheit sich mit den Kollegen auszutauschen.
Alle Termine finden Sie auf unserer Homepage » unter Termine. Oder Sie können sich das komplette
Winterprogramm als pdf herunterladen.

1. Reihe v.l.: Schneider, Weber, Merz, 2. Reihe: Henzler, Batzill, Binder
(Bad Boll/Stuttgart, 10.4.2008) Die Bioland-Mitglieder in Baden-Württemberg haben ihren neuen Vorstand auf der Mitgliederversammlung in Bad Boll mit großer Einigkeit gewählt. 116 der 123 anwesenden Bioland-Bauern gaben Berthold Weber aus Bad Waldsee das Vertrauen für den ersten Vorsitz im Landesvorstand. Er bewirtschaftet einen Betrieb mit Ackerbau, Saatgutvermehrung und Mutterkuhhaltung und ist seit 21 Jahren Bioland-Bauer. Zum Stellvertreter wählten sie Joachim Schneider, der in Rottenburg am Neckar einen Ackerbaubetrieb mit Legehennenhaltung betreibt und im Beirat der Erzeugergemeinschaft "rebio GmbH" sitzt. Dritter geschäftsführender Vorstand ist der Gemüsebauer Hubert Merz aus Neulußheim. Er hat als Geschäftsführer der Bioland Obst und Gemüse Erzeugergemeinschaft in Ditzingen ebenfalls langjährige Erfahrung in der überbetrieblichen Vermarktung gesammelt.
Der neue Landesvorstand will sich auch in Zukunft für die Interessen seiner Mitglieder und den Ökolandbau in Baden-Württemberg einsetzen und deutlich machen, welche Leistungen Bioland im Südwesten erbringt. "Wir sind dabei offen für neue Mitglieder aus dem Kreis unserer konventionellen Kollegen", bekräftigt der Agraringenieur Weber. "Bioland ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen und wir Biolandbauern sind keine Randerscheinung mehr". Die wachsende Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln stellt alle Erzeuger und Verarbeiter im Land vor große Herausforderungen. Die Chancen für die Zukunft sieht der neue Vorstand in einer klaren Qualitätsprofilierung. Dazu gehören – neben den hohen Standards für die Erzeugung der Bioland-Produkte – auch "weiche" Faktoren wie ethische Werte. Bioland steht für ein ganzheitliches Wertesystem: Wie gehen wir mit dem Boden, den Tieren, den Pflanzen um? Diese Fragen bewegen die "Bioländer" und bilden einen wichtigen Kern ihrer Identität, den sie auch in Zukunft bewahren und weiter entwickeln wollen.
» Vorstellung der Vorstandsmitglieder

Den Auftakt der diesjährigen Bioland-Wintertagung in Bad Boll bildete am 15. Januar der Politische Frühschoppen. Unter dem Titel "Klasse trotz Masse? – wenn die Öko-Nische zum bäuerlichen Mainstream wird" diskutierten Dr. Dirscherl (Ev. Bauernwerk), Prof. Dabbert (Uni Hohenheim), Uli Natterer (Bioland-Vorsitzender) und Ministerialrat Berrer (MLR) ob der ökologische Landbau das agrarpolitische Leitbild für die Zukunft der ländlichen Räume sein kann.
Rege und engagiert wurde am Nachmittag bei der Mitgliederversammlung des Landesverbandes Baden-Württemberg zur Verbandsentwicklung diskutiert. Den Abschluss des ersten Tages bildete der traditionelle Bioland-Kulturabend mit einem ganz besonderen Programmpunkt. Bioland-Vorsitzender Uli Natterer begrüßte das 1000. Mitglied und den 250. Verarbeiter des Bioland Landesverbandes.
Geehrt wurden zwei Betriebe aus der Nähe von Stuttgart: der Ziegenhof Domäne Weil in Ostfildern, eine Einrichtung der ArBeg zur Integration von psychisch Behinderten sowie Kimmichs Sauerkonserven in Aichtal, der das für die Region typische Spitzkraut verarbeitet. "Endlich haben wir die 1000 geschafft", freut sich Uli Natterer über den Zuwachs zum Jahresbeginn. Beiden Betriebsleitern überreichte er ein eigens gefertigtes Bioland-Hofschild und das Bioland-Standardwerk "Bodenfruchtbarkeit" vom Pionier Hans Peter Rusch. Abgerundet wurde der Kulturabend mit der Lesung von Bioland-Bauer Matthias Stührwoldt, der mit seinem norddeutschen Witz die schwäbischen ZuhörerInnen voll auf seiner Seite hatte, als er aus seinen Büchern "Fast-Alltägliches" zum Besten gab.
Fachinformationen und Anregungen für den eigenen Betrieb gab es an den beiden Fachtagen. Von Ackerbau und Milchviehhaltung über Energiebilanz im Öko-Betrieb bis hin zu Fragen wie pädagogische Themen auf dem Hof etabliert werden können. Allein der Ackerbautag zog über 70 Interessenten an. Bioland-Neulinge erfuhren im Einführungskurs tiefere grundsätzliche Überlegungen zum Biolandbau. Im Rahmen einer abendlichen Diskussionsrunde diskutierte Siegfried Kuhlendahl, Pionier und Stammgast beim Einführungskurs in Bad Boll, mit neuen und alten Mitgliedern über die Werte im Verband.
Beim Verarbeitertag wurden Antworten gegeben auf die Frage wie mit Marken und Warenzeichen am Markt agiert werden kann. Damit die Direktvermarkter auch vom Bio-Boom profitieren können erhielten sie Tipps, wie sie sich mit effektivem und kostengünstigem Marketing vom Markt abheben können.
Wie immer bot die Bioland-Wintertagung eine besondere Gelegenheit für die fachliche Weiterbildung und den persönlichen Austausch mit Kollegen und Kolleginnen.
Für ganz Baden-Württemberg sind jetzt neue Bio-Einkaufsführer mit Adressen von Bio-Höfen, Bäckereien und Metzgereien, Abo-Kisten-Betrieben und Naturkostläden erschienen. In den Einkaufsführern finden Sie alle Einkaufsstellen für Bio-Lebensmittel in ihrer Region. Es ist also ein umfassendes Nachschlagewerk für Biokunden und Menschen, die wissen wollen, was sie essen.
Region Mitte: Landkreise S, ES, LB, WN, BB, CW, FDS
Region Nordost: Landkreise GP, AA, HDH, SHA, KÜN, TBB
Region Nordwest: Landkreise HN, KA, PF, RA, BAD, MOS, HD
Region Südost: Landkreise TÜ, RT, UL, BL, SIG, BC, TUT, KN, FN, RV
Region Südwest: Landkreise FR, VS, RW, EM, OG, LÖ, WT
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Telefonisch unter 0711-550 939-0 oder mailen Sie uns, wohin wir den Einkaufsführer schicken sollen: info-bw -at- bioland.de .
Wie auch im letzten Frühjahr, sind wir wieder mit 15 Teilnehmern in die Schweiz gefahren, um zu schauen, wie es dort mit der Vollweide bestellt ist. Weidegras ist das natürlichste und auch das billigste Futter für Milchkühe. Vollweide-Landwirte machen sich diese Eigenschaften zu nutzen. Sie achten darauf, dass ihre Kühe nur im Frühjahr abkalben. So steht den Tieren das besonders gehaltvolle Frühjahrsgras dann zur Verfügung, wenn sie auch die meiste Milch geben. Vollweide-Bauern verzichten auf Kühe mit sehr hohen Leistungen. Wichtiger sind für sie gesunde, fruchtbare Tiere. » Bericht über die Exkursion