
Landesverband Baden-Württemberg
Presseinformation
" Bioland fordert von der Landesregierung:
Hände weg vom Gentechnikgesetz "
Stuttgart (pm), 12.05. 2005 Der Bioland Landesverband Baden-Württemberg wendet sich entschieden gegen die von den unionsregierten Bundesländern verfolgte Blockadepolitik gegenüber dem Gentechnikgesetz. "Der neue Landwirtschaftsminister Peter Hauk sollte sich seiner Verpflichtung gegenüber allen Anbauformen bewusst sein und sich nicht einseitig für die Einführung des Anbaus von gentechnisch veränderten Pflanzen einsetzen", so Matthias Strobl, Geschäftsführer von Bioland Baden-Württemberg. Gerade Baden-Württemberg ist mit seiner kleinräumigen Landschaftsstruktur für den GVO-Anbau ungeeignet, da die Mindestabstände zum Schutz der gentechnikfreien Landwirtschaft oft nicht eingehalten werden könnten.
"Die von der Landesregierung im Bundesrat geforderte Aufweichung des Gentechnikgesetzes ist unverantwortlich", so Strobl. Denn wer als Landwirt die Risikotechnologie Agro-Gentechnik anwendet, hat eine hohe Verantwortung gegenüber den Verbraucher und seinen Berufs-Kollegen, die ohne Gentechnik wirtschaften wollen. Diese Verantwortung kann man auch nicht an einen Haftungsfonds abgeben.
Daher fordert Bioland Baden-Württemberg, die nach monatelangem Ringen im Gentechnikgesetz verankerten Kompromisse nicht gleich wieder zu kippen.
"Bereits bei der geltenden Regelung müssen Bio-Bauern für die Kosten von eigenen Schutzmaßnahmen und umfassender Analytik zur Siche-rung ihrer Erzeugnisse selbst aufkommen", so Strobl abschließend. Das Gentechnikgesetz soll das Nebeneinander der Landwirtschaft mit und ohne Gentechnik sicherstellen. Eine weitere Umverteilung von Risikolasten lehnt Bioland vehement ab.
