
Landesverband Baden-Württemberg
Presseinformation
Bioland fordert: MEKA-Förderstop 2006 aufheben
Chancen auf dem Bio-Markt nicht verschenken
Stuttgart / Esslingen, 25.10.2005 Angesichts wachsender Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln fordert der Bioland Landesverband Baden-Württemberg von der Landesregierung, den seit zwei Jahren dauernden Förderstopp für umstellungswillige Betriebe im baden-württembergischen Kultur- und Umweltprogramm MEKA unverzüglich wieder aufzuheben. "Wir sorgen uns," so der Bioland Landesgeschäftsführer Matthias Strobl, "dass hier Chancen auf dem Bio-Markt verschlafen werden". Insbesondere in den letzten Monaten zeigt sich bei Getreide, aber auch bei Milch und Eier eine wachsende Nachfrage nach Produkten in Bio-Qualität – dies vermeldete erst kürzlich die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) in Bonn. "Dieser Trend gilt auch für Bio-Erzeuger, Verarbeiter und Händler hier in Baden-Württemberg", bekräftigt Strobl.
Doch während die Zuwachsraten am Markt für biologisch erzeugte Lebensmittel in den letzten anderthalb Jahren wieder im zweistelligen Bereich liegen, können in Baden-Württemberg seit dem Jahr 2004 landwirtschaftliche Betriebe, die auf Ökolandbau umstellen wollen, keine Fördermittel mehr aus dem MEKA-Programm des Landes beantragen. Der Bioland Landesverband Baden-Württemberg sieht hier verschenke Marktchancen für Biobauern aus dem Ländle. "Während die Nachfrage am Biomarkt eindeutig wächst, stellen aufgrund des Förderstops immer weniger Betriebe im Land auf Ökobewirtschaftung um", bilanziert Bioland Landesgeschäftsführer Matthias Strobl. "Die Landesregierung sollte unternehmerisch denkende Bauern bei der Zukunftssicherung ihrer Höfe nicht behindern, sondern ähnlich wie in anderen Bundesländern die Umstellung auf Ökobewirtschaftung wieder im Rahmen der üblichen Agrarumweltprogramme fördern".
Bioland fordert die Landesregierung deshalb auf, die vergleichsweise geringfügig nötigen Mittel durch Umschichtungen im MEKA-Programm freizumachen. Es geht um Biobetriebe, die ihre Fläche aufstocken wollen, sowie um Betriebe, die neu auf Biobewirtschaftung umstellen möchten. Für die Umstellungsbetriebe ist eine zügige Entscheidung nötig: bis Jahresbeginn müssen sie sich zum strengen Kontrollverfahren für Biobetriebe angemeldet haben.
