Landesverband Baden-Württemberg

Presseinformation

Der "Bioland-Kinotipp"

"Fast Food Nation" oder der Hamburgerhorror

Fast Food Nation Stuttgart,15.2.07. Am Mittwoch, 21. Februar lädt Bioland Baden-Württemberg zum Filmstart des amerikanischen Spielfilms "Fast Food Nation" in Stuttgart ein. Der Film über den Horror der Hamburgerherstellung startet um 19:30 Uhr im Atelier Am Bollwerk in Stuttgart. Anschließend findet ein Podiumsgespräch mit Kinobetreiber Peter Erasmus, Christopher Hinze vom Stuttgarter Bioland-Restaurant Cassiopeia, und Matthias Strobl, Geschäftsführer Bioland Baden-Württemberg statt. Die Zuschauer sind eingeladen über den Film, seine Hintergründe und Alternativen zu diskutieren.

Der amerikanische Spielfilm Fast Food Nation erzählt die Geschichte eines Lebensmittelskandals im großen Stil: Der Marketingchef einer Fast-Food-Kette soll herausfinden, warum ein Teil seiner Hamburger mit Kolibakterien verseucht sind. Im Werk in Texas erlebt er, wie illegale Immigranten unter miserablen Arbeitsbedingungen für einen Hungerlohn schuften müssen und mit welch brutalen Methoden die Rinder geschlachtet werden. Eine Wahrheit, die buchstäblich schwer zu schlucken ist...
Nun ist Amerika weit. Doch auch hierzulande sind Hamburger in aller Munde und ihre Herstellung ist wahrlich kein Zuckerschlecken. Statt Mexikaner beschäftigen die großen deutschen Schlachthöfe beispielsweise immer mehr Polen.
[ Trailer und Infos bei www.fastfoodnation-film.de ]

Der Spielfilm Fast Food Nation ist ein Plädoyer für eine humane und tierfreundliche Lebensmittelproduktion. Matthias Strobl, Geschäftsführer von Bioland Baden-Württemberg, erklärt das Engagement des größten deutschen Ökoanbauverbandes: "Fast Food Nation wirft zentrale Fragen zur Herstellung unserer Lebensmittel auf – die 950 baden-württembergischen Bioland-Bäuerinnen und Bauern bieten konkrete Antworten. Eine Lebensmittelproduktion ohne Rücksicht auf Verluste ist mit den Bioland-Prinzipien nicht vereinbar." Statt anonyme Produktion basiert der Biolandbau auf regionale Vermarktung wie Direktvermarktung und Lieferservice. Dadurch entstehen enge Beziehungen zum Verbraucher. Während die konventionelle Nahrungsmittelindustrie heute in den Händen von wenigen multinationalen Konzernen liegt, steht Bioland für zahlreiche bäuerliche Familienbetriebe und kleine bzw. mittelständische Unternehmen. Diese identifizieren sich in einem hohen Maße mit ihrer Arbeit und schaffen viele interessante Arbeitsplätze.

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