
Landesverband Baden-Württemberg
Presseinformation
Bioland-Rezept Monat April
Sehr lecker und gesund – nicht nur für Bären!
Nicht nur Bären schätzen ihn als erste Nahrung nach dem Winterschlaf, auch als Küchenkraut erlebt die altbekannte Heilpflanze Bärlauch seit einigen Jahren eine Renaissance. Mittlerweile verwenden immer mehr Hobby- und Profi-Köche die schwefelhaltige Pflanze mit dem typischen Knoblauchgeruch für leckere Frühjahrsgerichte. "Bärlauch gehört für mich zur saisonalen Küche einfach dazu", schwört Christopher Hinze, Küchenchef im Bioland-Restaurant Cassiopeia in Stuttgart. Sein Credo: "Wir wollen unseren Gästen wieder die Jahreszeiten schmackhaft machen!"
Das Zwiebelgewächs mit den würzig duftenden Blätter ist inzwischen auf vielen Wochenmärkten, in Hofläden oder im Fachhandel zu finden – natürlich auch in Bioland-Qualität. Meist stammt der zum Verkauf angebotene Bärlauch aus biozertifizierten Wildsammlungen. Inzwischen gibt es jedoch Bioland-Betriebe, die Allium ursinum unter möglichst naturnahen Bedingungen gezielt selbst kultivieren. "Wir haben zehn Jahre gebraucht, um das aufzubauen, aber seit etwa drei Jahren ernten wir auf unseren waldnahen Flächen jedes Frühjahr rund 1000 Kilogramm Bärlauch", berichtet der Bioland-Gärtner Eberhard Landes aus Oedheim bei Heilbronn. Die Vorteile des eigenen Anbaus liegen auf der Hand: Die Wildbestände an Bärlauch werden geschont und eine Verwechslung mit den giftigen, wild wachsenden Maiglöckchen und Herbstzeitlosen ist so sicher auszuschließen.
"Die Nachfrage ist so groß – wir könnten inzwischen noch mehr anbauen und verkaufen", versichert der Agraringenieur Landes. Doch die Mengen lassen sich nicht so leicht steigern. Nach jeder Ernte muss er den Bärlauch erst einmal wieder ein Jahr in Ruhe wachsen lassen, nur so kann die Pflanze in ihrer unterirdischen Zwiebel fürs nächste Frühjahr genügend Nährstoffe auf Vorrat sammeln. Von der gesamten Bärlauch-Fläche kann deshalb immer nur eine Hälfte geerntet werden. So steckt viel Arbeit hinter einem kleinen Bund Bärlauch. Vielleicht genügt ja deshalb schon eine kleine Portion Pesto für einen großen Teller Pasta. Guten Appetit!
Bioland-Rezept April:
Tagliatelle mit Bärlauchpesto und Tomatenstücken
Rezept für 4 Personen:
| 500 g | Tagliatelle |
| 4 | mittelgroße Tomaten |
| 100 g | Bärlauch |
| 150 ml | kaltgepresstes Olivenöl |
| 70 g | Walnußkerne |
| 70 g | Parmigiano Reggiano |
| Meersalz | |
| Frisch gemahlener Pfeffer |
Zubereitung:
- Zubereitung des Pesto: den Bärlauch waschen, in der Salatschleuder trocknen, Stiele entfernen und klein schneiden. Bärlauch, Öl, Parmigiano und Walnußkerne im Mixer zu einer Paste zerkleinern. Mit Pfeffer und Salz abschmecken.
Tipp: Im Mörser verarbeitet wird das Pesto geschmacksintensiver! - Tomaten: Strunk entfernen, ca. 3 Sekunden in kochendes Wasser geben, dann mit Eiswasser abschrecken. Schälen, halbieren, Kerne entfernen und das Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden.
- In einem großen Kochtopf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen, Tagliatelle zugeben und al dente kochen. Abgießen und einen Schuss Olivenöl hinzugeben.
- Pasta sofort auf vorgewärmten Tellern anrichten. Einen Esslöffel Pesto, Tomatenstücke und etwas Parmigiano darauf geben.
Tipp: Bärlauch verliert durch Erhitzen wertvolle Geschmacksstoffe und büßt seinen hohen Vitamin-C-Gehalt ein.
Das Rezept stammt von Christopher Hinze, Küchenchef im zertifizierten Bioland-Restaurant "Cassiopeia" in Stuttgart www.cassiopeia-live.de und www.cookingconnection.de (Catering).
Neue Rezepte stehen jeden Monat auf den Internetseiten des Bioland Landesverbandes Baden-Württemberg unter www.bioland-bw.de
