
Landesverband Baden-Württemberg
Presseinformation
Bioland-Rezept Monat Juni
Jetzt haben wir (je)den Salat!
Sommer, Sonne und Salat gehören einfach zusammen. Und in der Hitze bekommen selbst Fleischfans einfach einmal Lust auf frisches Grün. Die Vielfalt und das Angebot an Biosalaten ist im Juni riesengroß.
Wer zum Biosalat greift, isst weniger Nitrat und keine Spritzmittelrückstände mit. Laut dem vom baden-württembergischen Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt jährlich durchgeführten Ökomonitoring enthalten Bio-Salate nahezu keine Rückstände an Pflanzenschutzmitteln. Dagegen wurden in über 80 Prozent der konventionellen Proben von Blattgemüsen Pestizidrückstände festgestellt, wobei häufig verschiedene Wirkstoffe je Probe nachgewiesen wurden.
Biosalate gibt es in großer Vielfalt. "Wir haben alles, was die Kunden wünschen", verspricht Brigitte Fischer. Die Mitinhaberin vom Bioland Gemüse-Betrieb Gaiser & Fischer in Walddorfhäslach baut auf 6 Hektar Freilandfläche Salate und Gemüse aller Art an. "Bei Salaten bevorzugen wir laus- und mehltauresistente Sorten wie den Kopfsalat "Gisela" oder den Eichblattsalat "Murai", berichtet Brigitte Fischer. Dazu kommen noch 6500 Quadratmeter Gewächshäuser, in denen Gurken, Tomaten, Paprika, Auberginen, Stangenbohnen und Topfkräuter sowie Bioland-Jungpflanzen kultiviert werden. Als Bio-Gärtnerin haben und ihr Team alle Hände voll zu tun, um das Gemüse von störenden Kräutern, Gras und Schädlingen frei zu halten. Nur gegen Schnecken weiß sie leider auch kein Patenrezept. Um den gefräßigen Schleimern den Weg zu den Salaten zu erschweren, bleibt das Randbeet als Barriere frei. .
Kleine Bio-Salatkunde
Der Klassiker Kopfsalat ist angenehm mild bis leicht herb im Geschmack. Er enthält wichtige Mineralstoffe und Vitamine und lässt sich sowohl süß als auch herzhaft anrichten. Er sollte immer direkt vor dem Verzehr zubereitet werden.
Der knackige Eisbergsalat oder Eissalat bildet große, runde, dicht geschlossene Köpfe, in denen die knackigen Blätter eng miteinander verbunden sind. Die Zellen der Salatblätter enthalten viel Wasser. Dadurch schmeckt Eissalat kühl und knackig und hält sich länger. Kopf und Blätter sollten sich beim Kauf fest anfühlen.
Der Römische Salat oder Romana hat einen länglichen, oft lockeren Kopf und lange dunkelgrüne Außenblätter. Die Innenblätter sind zart und gelblich. Der Römer schmeckt herzhaft herb. Der vitaminreiche Salat lässt sich nicht nur roh, sondern auch gedünstet genießen.
Der weinrote Radicchio (Aussprache: "Radickio") bringt Farbe und bitteren Pepp in den gemischten Salat. Seinem Bitterstoff soll den Stoffwechsel fördern. Wer den typisch-herben Geschmack nicht mag, kann die Blätter vor dem Verzehr kurz in lauwarmes Wasser legen.
Der schöne Eichblattsalat verdankt seinen Namen den eichenförmigen Blättern. Es gibt rot- und grünblättrige Sorten. Eichblattsalat ist ein Pflücksalat, der keine festen Köpfe bildet. Eichblattsalat ist sehr empfindlich und sollte sofort nach dem Kauf verbraucht werden.
Der herbe Endiviensalat ist vor allem im Winter in (Winterendivie): Seine glatten leicht gekrausten Blätter schmecken ziemlich bitter. Im Sommer ist sein milder Verwandter die Krause Endivie (Frisée) auf dem Markt. Zu erkennen an zarten, fein gekrausten sowie an den Rändern gefiederten Blättern.
Die scharfe Rauke oder Rucola ähnelt dem Löwenzahn. Wegen ihres scharfen, kräftigen Aromas ist sie nicht nur als Salat, sondern auch - fein gehackt - als Küchenkraut ein Leckerbissen. Am besten schmecken die jungen 10 bis 15 cm langen Blätter; größere sind leicht bitter. Durch die enthaltenen Senföle wirkt Rauke belebend und verdauungsfördernd.
Bioland-Rezept Juni:
Gemischte Blattsalate mit gebratenen Putenstreifen und gebratenen Kernen
Rezept für 4 Personen:
| ca. 1 Kopf | Gemischte Blattsalate ( z. B. Eichblattsalate, Frisée, Lolo rosso, Blattsalat) |
| 200 g | Putenfleisch möglichst aus Bioaufzucht |
| 30 g | Kürbiskerne |
| 30 g | Sonnenblumenkerne |
| 2 Eßl. | Olivenöl |
| Für Vinaigrette: | |
| 6 cl | Apfelessig |
| 10 cl | Olovenöl |
| 1 Priese | Meersalz |
Zubereitung:
- Kürbis- und Sonnenblumenkerne in der trockenen Pfanne ohne Öl anrösten, aus der Pfanne nehmen. Olivenöl in diese Pfanne geben und heiß werden lassen, gewürzte Putenstreifen zugeben und anbraten.
- Vinaigrette: Apfelessig, Olivenöl und Prise Salz mit dem Schneebesen verrühren..
- Blattsalate appetitlich auf einem flachen Teller arrangieren, Putenstreifen darüber streuen, mit der Vinaigrette beträufeln und geröstete Kerne darüber geben.
Einfach gut.
Das Rezept stammt von Jürgen Andruschkewitsch, Bio-Spitzenkoch und Inhaber der für ihre Kräuterkochkunst bekannten Rose in Vellberg in der Hohenlohe. www.eschenau-rose.de.
Neue Rezepte stehen jeden Monat auf den Internetseiten des Bioland Landesverbandes Baden-Württemberg unter www.bioland-bw.de/rezepte.
