Landesverband Baden-Württemberg

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Bioland-Rezept Monat Juli

Würzen, heilen und schmecken -
Alleskönner Fenchel!

Eine lichte Pflanze: Fenchel Beim Thema Fenchel scheiden sich die Geister: Die einen haben ihn allenfalls als schrecklich schmeckenden Tee im Sinn. Für die anderen ist er wirklich leckeres Gemüse.

Nur eines ist allen klar: Fenchel ist gesund. Der Reichtum an Ballaststoffen in Kombination mit den ätherischen Ölen Anethol und Fenchon machen die Fenchelknolle zum idealen Heilgemüse für alle, die unter Verdauungsstörungen wie Völlegefühl, Verstopfung oder Blähungen leiden. Schon Babys wachsen mit Fenchel-Tee und -Gläschen auf.

Außerdem enthält Fenchel fast doppelt so viel Vitamin C wie Orangen und sehr viel Vitamin K und E, Kalium, Magnesium, Eisen und Folsäure. Einziger Wermutstropfen ist, dass er neben Spinat oder Kopfsalat eher zu den nitratreichen Gemüsearten gehört. Der Gehalt hängt von der Anbaumethode, dem Boden und von der Jahreszeit ab. Generell gilt, dass Bioland-Fenchel weniger Nitrat als konventionell angebauter Fenchel enthält, da dieser ohne künstlichen Stickstoff aufwächst. Günstig ist überdies viel Sonne: Je länger die Sonneneinstrahlung, desto geringer ist der Nitratgehalt im Gemüse. Bei uns hat Fenchel nur im Sommer Saison.

Wer Fenchel kauft, sollte auf weiße Knollen mit leuchtend frischem Blattgrün und knackigen Stielen achten. Die Schnittstellen an den Stielen dürfen nicht eingetrocknet sein. Aber selbst der marktfrische Fenchel hält sich höchstens zwei Tage im Kühlschrank. Sonst wird die Knolle zäh, trocken und holzig. Fenchel lässt sich roh als Brotbelag oder im Salat genießen. "Milder Essig wie Weißweinessig und etwas Honig sowie Distelöl harmonisieren sehr gut mit dem Fenchel und lassen den Salat selbst Fenchelfeinden munden", erläutert Jürgen Andruschkewitsch, der in der Hohenlohe das Restaurant Rose betreibt. Außerdem schmeckt Fenchel sehr gut mit saurem Obst wie Orangen oder Äpfeln. Gekocht passt er zu Fisch und Fleisch oder mundet auch mit Käse überbacken. Da Fenchel sehr intensiv nach Anis schmeckt, sollte man ihn hauchdünn schneiden. Für Einsteiger empfiehlt Bio-Spitzenkoch Andruschkewitsch ein Rezept mit Tomaten. Denn im gemischten Doppel schmeckt der Fenchel weniger nach Lakritz.

Bioland-Rezept Juli:

Tomatisierte Fenchelsuppe

Rezept für 4 Personen:

200 g Fenchelwürfel
40 g Zwiebelbrunoise (Würfelchen)
2 EL Tomatenmark
1,2 l Gemüsebrühe
80 g Tomatenwürfelchen von enthäuteten und entkernten Tomaten
  Salz, Pfeffer und Muskatblüte

Zubereitung:

  1. Fenchelwürfel in Olivenöl anschwitzen, Zwiebelwürfel hinzufügen und kurz mit anschwitzen.
  2. Tomatenmark hinzugeben und unterrühren.
  3. Mit Gemüsebrühe auffüllen, leicht köcheln lassen bis der Fenchel bissfest ist. Mit Salz, Pfeffer und wenig Muskatblüte abschmecken.
  4. Die Tomatenwürfelchen zugeben und servieren.

Das Rezept stammt von Jürgen Andruschkewitsch, Bio-Spitzenkoch und Inhaber der für ihre Kräuterkochkunst bekannten Rose in Vellberg in der Hohenlohe. www.eschenau-rose.de.

Neue Rezepte stehen jeden Monat auf den Internetseiten des Bioland Landesverbandes Baden-Württemberg unter www.bioland-bw.de/rezepte.

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