Landesverband Baden-Württemberg

Presseinformation

Auch kein Versuchs-Anbau von Genpflanzen im Südwesten

Bioland begrüßt die Entscheidung des Bundessortenamtes, den geplanten Anbau von gentechnisch verändertem Mais zu Versuchszwecken in Rheinstetten Forchheim nicht durchzuführen. "Der Südwesten ist damit einen Schritt weiter in Richtung gentechnikfreies Baden-Württemberg", bekräftigt Matthias Strobl, Geschäftsführer von Bioland Baden-Württemberg. "Nachdem das Land bereits den Koexistenzversuch in Forchheim abgesagt und die Bundeslandwirtschaftsministerin klare Worte zum Anbau von Mon810 gefunden hat, ist es nur konsequent, dass auch die Wertprüfungsversuche des Bundessortenamtes Schnee von gestern sind."

Die Landesregierung Baden-Württemberg muss jetzt den gentechnikfreien Anbau in Baden-Württemberg über das Jahr 2009 hinaus sichern und konsequent für den gentechnikfreien Anbau einstehen. Deshalb fordert Bioland die Landesregierung dazu auf, über ein Landesgesetz den rechtlichen Schutz für gentechnikfreie Regionen zu schaffen. Die Zukunft der Landwirtschaft in Baden-Württemberg liegt darin, qualitativ hochwertige Produkte ohne den Einsatz von Gentechnik zu erzeugen. Entgegen den Ankündigungen der großen Gentechnikkonzerne hat der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in Nordamerika in den letzten Jahren zu enormen Schäden in der Landwirtschaft geführt. Darüber haben renommierte Gentechnik-Kritiker wie Bill Wenzel (USA) und Percy Schmeiser (Kanada) auch in Deutschland mehrfach berichtet.

Bioland ist mit 1054 landwirtschaftlichen Erzeugerbetriebe und knapp 300 handwerklichen Lebensmittelverarbeitern der größte Verband für ökologischen Landbau in Baden-Württemberg. Nach den Richtlinien zum organisch-biologischen Anbau ist der Einsatz von gentechnisch veränderten Pflanzen, Tieren und Futtermitteln verboten.

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Bioland - Ökologischer Landbau