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Profiwelt für Gastronomie

Trends und Aktuelles im Bio Außer-Haus-Markt
Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln im Außer-Haus-Markt steigt. Mit der dritten Profiwelt für Gastronomie bietet Bioland den Akteuren aus Hotellerie, Gastronomie, Catering und Gemeinschaftsverpflegung die Möglichkeit, sich über die aktuelle Marktlage und Entwicklung, nachhaltige Ernährungskonzepte sowie regionale Belieferungsmöglichkeiten zu informieren und auszutauschen.

Die diesjährige Profiwelt für Gastronomie findet im Rahmen der Intergastra am Montag, den 13. Februar 2012 im Kongresszentrum der Messe Stuttgart statt.
Die Profiwelt für Gastronomie ist der Treffpunkt für bio-interessiertes Fachpublikum und bietet ein attraktives Programm aus Vorträgen, Praxisberichten und einer Bio-Produktmeile.

Alexander Bonde, Minister für ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Baden-Württemberg wird die Profiwelt eröffnen. Jan Plagge, Präsident von Bioland e.V. wird mit seinem Vortrag "Landwirtschaft der Zukunft: Mehrwerte schaffen vom Acker bis auf den Teller" in die Thematik einführen. Schwerpunktthemen werden neben dem Mehrwert regionaler Bio-Lebensmittel, Informationen über Zertifizierungsmöglichkeiten für eine klima- und ökologische Verpflegung sowie interessante Beispiele aus der Praxis sein. Die Klippstein GmbH stellt zu diesem Thema ihr nachhaltiges Verpflegungskonzept im Betriebsrestaurant der Sparkasse Offenburg vor. Impulsreferate mit anschließender Diskussion von erfahrenen Praktikern wie Simon Tress (Biohotel Rose), Jean Philippe Aiguier (Hofgut Ruppertsberg) und dem Bio-Landwirt Georg Schulze-Schilddorf zum Thema „Potentiale und Herausforderungen von Bio-Lebensmitteln aus der Region“ runden die  Veranstaltung ab.

Das Programm und  die Anmeldung sind auf www.biogastrokongress.de zu finden.
Neben dem Kongress wird Bioland auf der Intergastra in Halle 3 mit folgenden Partner vertreten sein: Brauerei Härle, Weingut Höfflin, Honigeis Manufaktur Kress, Fachmagazin Bioküche, Schedel – der ökologische Backspezialist, Fleisch- und Wurstwaren Buchmann, Boller Fruchtsäfte und der Bio-Großhändler Rinklin.

Als führender Bio-Verband ist Bioland seit vielen Jahren kompetenter Partner für den Außer-Haus-Markt. Der Verband unterstützt Köche und Verpflegungsverantwortliche beim Einsatz von Bio-Lebensmitteln mit Beratungen, Schulungen und regionaler Rohwarenbeschaffung sowie der Gäste- und Mitarbeiterinformation. Über 120 Betriebe der Außer-Haus-Verpflegung erhielten die Bioland-Anerkennung und dürfen als Gastro-Partner mit dem Qualitäts-Siegel Bioland werben.

Weitere Informationen: Sonja Grundnig, Auf dem Kreuz 58, 86152 Augsburg,
Tel. (0821) 3 46 80-174, mail: sonja.grundnig .at. bioland.de

Rückblick: Bioland auf der südback 2011

Gute Zeiten für Bio-Bäcker
Energiewende im Bund und erster Grüner Ministerpräsident im Südwesten – in der Republik herrscht eine ökologische Aufbruchstimmung: Davon könnten auch Bäcker profitieren, die regionale Bio-Backwaren anbieten. Informationen rund ums biologische Backen fanden Südbackbesucher beim Stand von Bioland Baden-Württemberg.

Dort präsentierten sich der Landverband und fünf regionalen Erzeugergemeinschaften:
OBEG Hohenlohe, Kornkreis in Herbrechtingen, Dachswanger Mühle in Südbaden, Rebio in Rottenburg und Rösslerhof in Oberschwaben.

"Die neue Landesregierung hat zugesichert, die Umstellungshilfe für Bauern wiedereinzuführen. Wenn weitere Landwirte auf Bio umstellen, können wir noch mehr Bäckereien mit hochwertigem Bioland-Getreide aus ihrer Nachbarschaft versorgen", freut sich Dorothee Blank. Die Verarbeiterbetreuerin von Bioland Baden-Württemberg setzt in der Biobäckerei voll auf die regionale Karte: "Nachhaltiges Wachstum gelingt nur mit Rohstoffen regionaler Herkunft und mit traditionellem Back-Handwerk."

Bisher arbeiten in Deutschland rund 350 Bäckereien nach den Richtlinien von Bioland. Aber es könnten noch viel mehr sein. Um Neulingen den Einstieg zu erleichtern, dürfen Bioland-Bäcker – anders als Landwirte – ihren Betrieb auch nur teilweise umstellen. Wer sich jedoch mit einem Bioland-Teilsortiment profilieren will, sollte seinen Kunden eine gewisse Vielfalt an Broten und Backwaren aus ökologischen Zutaten anbieten.

Weitere Informationen: Dorothee Blank Bioland Baden-Württemberg, Schelztorstr. 49, 73708 Esslingen, Tel.: 0711-550 939-42, dorothee.blank .at. bioland.de

Ausgezeichnete Bioland-Metzgereien

Metzgerei Bühler wird ausgezeichnet Auf dem Bioland Partner Kongress am 11. Mai im Bio-Seehotel Zeulenroda wurde drei Bioland-Metzgereien aus Baden-Württemberg für die hervorragende Qualität ihrer Wurstwaren geehrt. Bioland-Präsident Thomas Dosch überreichte den Betriebsleitern Horst Bühler, Josef Fauser und Franz-Josef Schojohann die Urkunden. Die Bioland-Metzgereien hatten im März an einer freiwilligen Prüfung zur Qualität von Bioland-Wurstwaren teilgenommen. Hierbei überprüfte eine Jury von drei Sachverständigen der Kulmbacher Fleischermeisterschule die Wurstprodukte auf Aussehen, Farbe, Konsistenz, Geruch, Individualität und Geschmack.

Die Wurstwaren der oberschwäbischen Fleischerei von Horst Bühler schnitten überdurchschnittlich gut ab. Zu den Topprodukten zählten unter anderem die Rinderlandjäger, der Fleischkäse und der Bauernschinken. Rund 40 Mitarbeiter verarbeiten Woche für Woche bei der Metzgerei Bühler Rind-, Kalb-, Lamm-, Schweine- und Geflügelfleisch zu über 100 verschiedenen Bio-Fleisch- und Wurstspezialitäten. Die Tiere stammen von Vertragslandwirten aus der Region und der Rottenburger Erzeugergemeinschaft Bio-Landgut. Um den Tieren den Transportstress zu ersparen, werden sie stets in der Nähe des Bauern geschlachtet. Für hochwertige Fleisch- und Wurstwaren ist zudem viel Handwerkskunst gefragt. "Unsere Produkte müssen die Kunden mit besserer Qualität überzeugen", lautet das Credo von Horst Bühler. Das Fleisch und die über 50 Wurstsorten vermarktet der Betrieb unter der Marke "Allgäu Natur" ausschließlich im Naturkostfachhandel.

Betrieb Fauser wird ausgezeichnet Die Wurstwaren der Familie Fauser schnitten überdurchschnittlich gut ab. Zu den Top-Produkten der Qualitätsprüfung gehörten die Gemüse-Leberwurst, die Lyoner, die Saitenwürstchen, die Schinkenwurst und das Rauchfleisch. Der Diplom Agraringenieur Josef Fauser stellt seit 25 Jahren gemeinsam mit einem befreundeten Metzgermeister Wurstwaren her. Außer der Wurstqualität stimmt bei den Fausers auch der Tierschutz. Denn die jährlich verarbeiteten 50 Schweine und 30 Rinder stammen ausschließlich vom eigenen Hof. Die Tiere wachsen artgerecht auf und haben keinerlei Transportstress. Die Kühe und Ochsen kommen aus der Nachzucht der Milchviehherde. Die Schweine, Kreuzungen aus Schwäbisch Hällischem Landschwein und Deutscher Landrasse, stehen auf Stroh und werden mit Getreideschrot vom Betrieb groß. So entstehen beste Fleischqualitäten.

Metzgerei Schojohann wird ausgezeichnet Die Wurstwaren der Bruchsaler Metzgerei Schojohann schnitten ebenfalls überdurchschnittlich gut ab: Von den sechs eingereichten Produkten erreichten die Pute Winzer Art und der Putenfleischkäse mit 100 Punkten die Höchstpunktzahl. Leberwurst, Haussalami und Schinkenspeck gehörten mit über 90 Punkten ebenfalls zu den Topprodukten. Der Metzger Franz-Josef Schojohann ist seit 1997 Vertragspartner von Bioland und verwendet bei seinen Fleisch- und Wurstwaren zu 100 Prozent Bio-Produkte, die vorwiegend von regionalen Erzeugern stammen. Neben dem Stammgeschäft in Bruchsal vermarktet der Betrieb seine Bio-Waren im Lebensmitteleinzelhandel in Karlsruhe, Heidelberg, Speyer und in der Rommelmühle in Bietigheim-Bissingen sowie in der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung.

Bioland-Metzgerbetriebe werden regelmäßig auf Einhaltung der Bioland-Richtlinien - vom Herstellungsprozess über die Rohwarenherkünfte bis hin zur Warenkennzeichnung - überprüft. Die Verarbeitung von Bioland-Wurstwaren erfordert hohes handwerkliches Geschick und fundierte Kenntnisse über die Fleischverarbeitung. Die Bioland-Metzger verarbeiten ausschließlich Bio-Rohstoffe und verzichten auf viele, sonst übliche Zusatz- und Hilfsstoffe wie zum Beispiel Phosphate, Nitritpökelsalz und Geschmacksverstärker. "Der Kunde wird mit einem ökologischen Premium-Produkt belohnt, das besondere Qualität und Transparenz garantiert. Und das köstlich schmeckt!", lobte Thomas Dosch die Wurstwaren der ausgezeichneten Bioland-Metzger bei der Urkundenübergabe.

Weitere Informationen:
Bio-Metzgerei Horst Bühler
Bergstrasse 14, 88416 Steinhausen a.d. Rottum
Tel.: 07352 / 2026-0

Bioland-Hof Josef Fauser
Sandäcker 1, 73557 Mutlangen
Tel.: 07171/71056

Bio-Metzgerei Schojohann
Moltkestr.12, 76646 Bruchsal
Tel: 07251-724574

Seminar: Produktinnovation in der Wurstküche

Produktinnovation in der Wurstküche Bioland-Metzger und -Direktvermarkter aus ganz Süddeutschland kamen im November und Januar zu Praxisschulungen zusammen. Unter der Anleitung von Hermann Jakob, dem Leiter der Fleischerfachschule in Kulmbach, wurden mit Gemüsepräparaten umgerötete Brüh- und Kochwürste hergestellt.

Trotz winterlichem Wetter trafen sich zahlreiche Metzger in der Bioland-Metzgerei von André und Karl-Heinz Grießhaber. Nach einer theoretischen Einführung von Hermann Jakob wurden die wertvollen Tipps auch gleich praktisch umgesetzt. So müssen z.B. im Vergleich zur der bei Bioland nicht erlaubten Umrötung mit Nitritpökelsalz, bei der Verwendung von Gemüsepräparaten andere Reifephasen eingehalten werden. Hermann Jakob ging auch auf die Wirkung des Umrötehilfsmittels Vitamin C ein. Bei Bioland ist natürliches Vitamin C wie beispielsweise aus der Acerolakirsche erlaubt. Die Zugabe von Vitamin C beschleunigt nicht nur die Umrötung, sondern verbessert auch die Farbstabilität, da durch die Zugabe auch mehr Nitrit abgebaut und so der Restnitritgehalt gesenkt werden kann.

Solche und viele weitere Anregungen konnten an diesen beiden Schulungstagen ausprobiert werden. Die Ergebnisse wurden auch gleich begutachtet und probiert. Übereinstimmend kamen alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen zu der Meinung, dass bald wieder ein solches Praxis-Seminar statt finden sollte. Vielen Dank an Hermann Jakob für die Schulungen und Familie Grieshaber für die freundliche Bewirtung und die Bereitstellung der Räumlichkeiten.

Bäcker-Seminar zur Brotbewertung

Bäcker-Seminar zur BrotbewertungFachlicher Austausch ist wie das Salz im Brot. Mitte Juni hatten Bioland-Bäcker Gelegenheit, sich von ihren Kollegen konstruktive Kritik zu holen. Sie trafen sich in der Backstube der Bioland-Vollkornbäckerei Berger in Reutlingen zur Brotverkostung und -bewertung.

Hubert Bergers Vollkornbäckerei bietet ein 100-prozentiges Bio-Sortiment an und verwendet seit 1995 nur noch Bioland-Mehle aus der Region Neckar-Alb.

Bei diesem von Bioland Baden-Württemberg organisierten Seminar klärten die Bäcker viele Fragen zur Teigführung oder den eingesetzten Backmitteln.

Gemeinsam mit den Bäcker-Beratern Uli Müller und Anke Kähler verkosteten und bewerteten sie von jeder teilnehmenden Bäckerei zwei mitgebrachte Brote. Dabei wurde auf Form, Ausbund, Kruste, Rösche, Krumeneigenschaften, Struktur und ganz wichtig Geschmack und Geruch geachtet.

Die rege fachliche Diskussion half allen weiter, denn in der offenen Gesprächsatmosphäre war es möglich, auch Mängel an den Gebäcken zu besprechen. Obwohl jeder in seinem Betrieb für Arbeitsabläufe, Rezepturen oder Preiskalkulationen eigene Umsetzungen finden muss, konnten die Teilnehmer gemeinsam Verbesserungsvorschläge entwickeln.

Die Bäcker und Berater konnten viele Anregungen mitnehmen und wünschen sich weitere Treffen, gerne wieder bei einem Bioland-Kollegen in der Backstube.

Bioland - Ökologischer Landbau